Rechen

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Ein Rechen ähnelt einem Kamm mit Stiel, dient aber nicht dem Auskämmen, gleicht also funktionell dem Besen unter besonderer Anpassung an Pflanzenmaterial relativ gleichmäßiger Zusammensetzung. Die mit dem Rechen ausgeführte Tätigkeit wird daher unter Umständen nicht als „Rechen“ – oder gar „Rechnen“ – bezeichnet, sondern als Kehren oder Fegen.

Ein Rechen kann aus Metall oder Holz , seltener aus Kunststoff , bestehen.

Der Rechen entspricht physiologisch den gespreizten Fingern, die er in ihrem Funktionsumfang erweitert.

Als Stammform kann der Heurechen gelten, der für die Heuernte (und den späteren Weitertransport) schon in der Römerzeit entwickelt wurde.

Je nach vorgesehenem Verwendungszweck finden verschiedene Rechen Anwendung:

  • Für die Bearbeitung von gepflegten Rasenflächen sind engzinkige Rechen aus Metall geeigneter, da sie auch kleine Bestandteile aufsammeln können und gleichzeitig den Rasen vertikutieren.
  • In dichten, verfilzten und verwucherten Flächen ist ein weitzinkiger Rechen aus Holz besser geeignet, weil dieser nicht so leicht "stecken bleibt". So hat dieser Rechen durchaus auch noch heute seine Daseinsberechtigung, auch wenn er oft für ein Museumsstück gehalten wird.

Schwere Rechen ganz aus Metall werden als Erdrechen bezeichnet und dienen dem Einebnen ( Planieren ) von lockerer Erde, Sand, Kies und Ähnlichem. Sie sind die Kleinausführung der Egge.